10, 10[1-47] Juni-Juli 1883
10 [1]
in dem ich emporstrebte gegen meine Last, verjüngte ich mich: und gerade als ich härter in mir wurde, lernte ich noch die Anmuth.
erfinderisch in den kleinen Schlauheiten und lüstern nach Käufern warteten sie: mit abgemagerten Seelen und arm an Hoffnungen.
10 [2]
Wild warf sich mein Strom in Irrnisse und unwegsame Schluchten: aber wie sollte es zugehen, daß ein Strom nicht zum Meere käme?
Einen See fand ich, einen Einsiedler und Selbstgenügsamen: aber mein Strom warf sich in diesen See (und) riß ihn mit sich zum Meere.
10 [3]
wie Cäsar. unbeweglich.
Ihr kennt mich nicht
Ich gab euch die schwerste Last—daß die Schwächlinge daran zu Grunde gehen—zur Züchtung.
Nicht Mitleiden!
Ich will mich und euch formen und verwandeln
wie ertrüge ich’s sonst!
als mein Ich euch träumte
10 [4]
Wehe dem Menschen und Übermenschen, der nicht eine Höhe hat, welche auch noch über dem Mitleiden ist!
Die kleinste Kluft steht zwischen mir und dir: aber wer schlug je Brücken über die kleinsten Klüfte!
Gespräch mit dem Höllenhund. (Vulkan)
Auf Asche schreite ich empor den Aschenberg gen Abend: lang und länger wird mein Schatten.
Im veilchenblauen Meer liegt fern ein Kahn: der Schiffer kreuzt sich, der mich schreiten sieht
Jetzt fährt zur Hölle Zarathustra—sagt er schaudernd: lange schon rieth ich auf dies Ende!
Du irrst, Fischer, ganz und gar! Der Teufel holt mich nicht: doch Zarathustra holt sich jetzt den Teufel.
10 [5]
deine Knie beten an, aber das Herz weiß nichts davon.
Erlösung zu bringen
Dort ist die Gräberinsel, dort sind auch die Gräber meiner Jugend: dahin will ich einen immergrünen Kranz des Lebens tragen.
Meiner Jugend gedachte ich heute ich gieng meine Gräberstraße auf Trümmern saß ich zwischen rothem Mohn und Gras—auf meinen eigenen Trümmern.
zur Insel der Abgeschiedenen fahrend auf schlafendem Meere
Noch lebst du, altes geduldiges Eisenherz: und in dir lebt auch noch das Unerlöste, Ungeredete meiner Jugend.
10 [6]
Jesus—wie ein süßer Geruch.
Die Erhaltung des Geschlechts ist garantirt: aber was liegt daran!
Erlöser
Philosophen. Erkennende. Wissenschaftler.
Genius
Freigeister.
Romantiker.
Künstler.
Eroberer “starker Wille” verhöhnt
Staatsmänner
Heilige:
Treue
Wahrhaftigkeit
Mitleid.
Gerechtigkeit.
Tapferkeit
Gehorsam.
Und wenn du kein Vogel bist, so hüte dich, dich über einem Abgrunde zu lagern.
Ich kann nicht mehr abwärts zu euch: mein Auge selber schwindelt und blindet, den Weg zu sehen, den ich aufwärts ging.
10 [7]
Schwarz und schwärzend ist die Kunst der Tarantel: Taranteln aber heiße ich die Lehrer der “schlimmsten Welt”
10 [8]
Dem Leben hatte ich abgesagt: zum Nacht- und Grabwächter war ich worden auf der Bergburg des Todes.
Da droben hütete ich seine Särge in dumpfen Gewölben: voll standen sie von solchen Siegeszeichen: aus gläsernen Särgen blickte mich das überwundene Leben an.
Ich selber bin wie der Wind der die Thore aus einander bricht zu Todtenkammern. Ich selber bin wie der Sarg voller bunter Bosheiten und Engelfratzen, ich selber bin das Gelächter des Lebens in mitternächtlicher Todtenkammer.
10 [9]
dieser jauchzt darob, daß Rache noch in der Gerechtigkeit geübt ist: und jener daß in der Rache noch Gerechtigkeit geübt werde. (Dühring und der Corse)
Wenn es Götter gäbe: wie hielte ich es aus, kein Gott zu sein! Aber es giebt keine Götter.
10 [10]
So geschah mir einst: ich träumte meinen schwersten Traum, und ich dichtete träumend mein düsterstes Räthsel.
Aber siehe, mein Leben selber deutete diesen Traum. Siehe, mein Heute erlöste mein Sonst und den in ihm gefangenen Sinn.
Und so geschah’s zuletzt auch: dreimal scholl Donner durch die Nacht zu mir, es heulten drei Mal die Gewölbe.
Alpa, rief ich, Alpa, Alpa. W t A z B? Welch überwundenes Leben kommt zu mir, dem Nacht- und Grabwä
Als ich euch träumte, tr ich meinen schwersten Traum.
Also will ich euer Schrecken sein—eure Ohnmacht und euer Wachwerden.
10 [11]
Preis der Kühlen Vernunft
der Schaffende preist Armut des Geistes und Skepsis
süßer Geruch
Hochsommer
Der Muth zum Fordern des Außerord ist seltener als der Muth, es zu leisten.
Stärke und Länge des Entschlusses und Genügsamkeit (Einsicht in die irdische Unvollk
10 [12]
Süß und matt wie der Geruch alter Mädchen ihr Gelehrten.
Ihr Erlöser, was versteht ihr denn vom Menschen!
Und warum wollt ihr nicht euch—zu mir ködern?
Aber keine Stimme antwortete.
Ach, ihr wißt nicht wie ich Einsamer den Stimmen gut bin, die von Menschen her ein Wind oder ein Vogel zu mir trug. Trunken bin ich worden noch über häßliche Stimmen.
Alpa! schrie ich, so rede doch Stimme. Alpa! schrie meine Furcht und Sehnsucht aus mir.
10 [13]
Wie leicht nimmt man die Last einer Entschuldig auf sich, so lange man nichts zu verantworten hat.
Aber ich bin verantwortlich.
10 [14]
Ihr Mitleidigen, wenn ihr euch aus der Höhe zu den Menschen herabwerft, was darf euch an gebrochenen Gliedmaßen gelegen sein!
10 [15]
Aber es schwieg, furchtbar und doppelt schwieg es. Ach, ihr kennt sie nicht, die doppelte Stille, die herzverschnürende!
Alpa! schrie ich. Alpa! Alpa! Die Furcht vor der doppelten Stille schrie aus mir.
10 [16]
Gebückt im dumpfen dunklen Schachte arbeiten, das ist den Gefangenen das härteste Loos.
10 [17]
Wohin er gieng? Wer weiß es?
Aber gewiß ist’s daß er untergieng.
Ein Stern erlosch im oeden Raum.
Das Unvergängliche—das ist nur ein Gleichniß, und die Dichter lügen zu viel.
Sie wissen auch zu wenig und sind schlechte Lerner: so müssen sie schon lügen.
Und am liebsten ist ihnen das Reich der Wolken: da setzen sie ihre bunten Bälge darauf und heißen sie Götter,
Und wenn sie in einem Garten liegen unter Bäumen oder an einem Felsenhang vor den Blumen einsam reden, so meinen sie ihre zärtl Empf sei Erkenntniß.
Sie glauben alle daß die Natur in sie verliebt sei und horchen immer herum auf ihre Schmeichelreden.
10 [18]
Wagt doch euch selber zu glauben! Wie soll man euch sonst glauben! Wer sich selber nicht gl lügt immer!
Wollen befreit!—so lehre ich euch F d Ws
10 [19]
Dies Lachen zerbrach mich, und zerriß mir die Eingeweide, und schlitzte mir das Herz auf.
Starker Wille? Einen langen Willen brauche ich, ein herzenshartes ewiges Entschlossensein.
10 [20]
Alles Schaffen ist Umschaffen—und wo Schaffende Hände wirken, da ist viel Sterben und Untergehen.
Und nur das ist Sterben und in Stücke gehen: ohne Erbarmen schlägt der Bildner auf den Marmor.
Daß er das schlafende Bild aus dem Stein erlöse, darum muß er ohne Erbarmen sein:—darum müssen wir Alle leiden und sterben und Staub werden.
Aber wir selbst sind die Bildner auch in dem Dienst seines Auges: oft erzittern wir selber vor der Schaffenden Wildheit unserer Hände.
10 [21]
Wer von euch Dichtern hat nicht seinen Wein verfälscht? Manch giftiger Mischmasch birgt sich in euren Kellern.
Wollt ihr den Regenbogen sehen und die Brücke des Übermenschen? Eben jetzt ist es Zeit.
Noch rauscht die Wetterwolke, aber schon scheint die Sonne wieder.
10 [22]
Prophezeiung.
Einst werde ich meinen Sommer haben: und es wird ein Sommer sein, wie in hohen Bergen.
Ein Sommer, nahe dem Schnee, nahe dem Adler, nahe dem Tode.
10 [23]
Das ist dein Unverzeihlichstes: du hast die Macht und willst nicht herrschen.
Siehst du denn nicht, wessen sie alle am meisten bedürfen. Das ist der, welcher befehlen kann.
Wille
10 [24]
Ihr seid hungrigen Geistes: so nehmt mir diese Wahrheit flugs zum Imbiß: das Unvergängliche—das ist nur ein Gleichniß.
10 [25]
der Übermensch völlig über die bisherige Tugend hinaus, hart aus Mitleid,—der Schaffende, der ohne Schonung seinen Marmor schlägt.
Zur letzten Rede Zarathustra’s.
10 [26]
Das große Spiel zu spielen—die Existenz der Menschheit dransetzen, um viell Etwas Höheres zu erreichen als die Erhaltung der Gattung.
Z l Red
10 [27]
ich erreiche euch spät—wie die griechischen Künstler jetzt erst.
Aesch
10 [28]
Gespräch mit dem Feuer-Hund
Hohn über sein Pathos
gegen die Revolution
10 [29]
Hohn über Revolutionen und Vesuve. Etwas von der Oberfläche
10 [30]
Euch treibt noch kein starker Wind und Wille
Zu steif seid ihr mir noch und zu gerade im Rücken
Ach, daß ihr erst gebläht und rund wie ein Segel über die See gienget, zitternd im Ungestüm eures Willens!
Dann sollt ihr mir schön heißen und recht gerüstet!
10 [31]
Nun ist die Zeit erhitzt, Brand ist ihre Luft—nun gehen alle nackend, Gute und Böse! ein Fest des Erkennenden ist diese Welt ohne Kleider.
Staaten zerbersten
Erdbeben
alles wird sichtbar
Taine
Was macht die Erde beben: die stillen Worte der Heiligen
Sturm-Bosheit.
Jauchzen, daß alles sichtbar wird und birst.
Es wird mir so wohl!
Ende aller Sitten und Heimlichkeiten.
Götterdämmer —
Es giebt nichts Ewiges!
10 [32]
Kalt strömt tiefe Erkenntniß, eiskalt sind ihre tiefsten Brunnen: so ist es Labsal heißen Händen und Handelnden.
10 [33]
Ich liebe das Brausen des schlechten Rufes, wie das Schiff die von ihm aufgeregte Welle. Ich gehe leichter, wenn um mein Kiel der Weg
10 [34]
Aber wie ich von euch aufwachte und zu mir kam, also sollt auch ihr von euch aufwachen—und zu mir kommen!
Erlöser? Binder und Bändiger nenne ich euch!
mit bescheidener Hand dem Quell zu nahen
10 [35]
Wahrlich, ich sage euch: wo immer Gräber sind, da waren auch immer Auferstehungen!
Rede dein Wort und zerbrich an ihm. Was liegt an dir!
10 [36]
Allem Reinlichen bin ich hold:
euch, den Mittlern und Mischern, euch Halb- und Halben sage ich das: ihr seid nicht reinlich
wie könnt’ ich euch Versöhnern hold sein!
10 [37]
Noch gab es keine Übermenschen. Nackt sah ich Beide, den größten und den kleinsten Menschen: und Beide fand ich noch—allzumenschlich!
10 [38]
Ihr spielt, und ihr wollt, daß man eurem Spiele zuschaut—euch Alle heiße ich Schauspieler.
Ob ihr euch Dichter oder Tänzer oder Diener des öffentlichen Nutzens und des Volkes Stimme nennt —
Ob ihr lehrt oder malt oder tönt oder “Schwarz auf Weiß” spielt:—einen Namen wollt ihr euch machen.
Mutter Eitelkeit
Der Gegensatz solcher, die ihren Namen auswischen und ihren Kopf verstecken möchten—daß ihre Aufgabe sie nicht sehe und an ihnen vorüberlaufe.
10 [39]
und nur wenn ich mir zur Last bin, fallt ihr mir schwer.
10 [40]
| 1 | Gelächter über sittliche Weltordnung. “bezahlt” | |
| 2 | Tanzlied | |
| 3 | Traum. | |
| 4 | Feuerhund | |
| 5 | Mittler. | |
| 6 | Preis der kühlen Vernunft | |
| 7 | Büßer des Geistes. | |
| 8 | Viele Gesellschaften (an die Eroberer Gründer) | |
| 9 | Dichter Genies Schauspieler | |
| 10 | Gelehrte | |
| 11 | unter Stücken wandeln! | |
| 12 | Philosophen | |
| 13 | Gleichheits-Socialisten | |
| 14 | Freisprecher | |
| 15 | Pessimisten |
10 [41]
| Von von Von Von | den den der den den | Krämern Neugierigen Genügsamen (Mystikern) Eitelkeit der Reinlichen Götzen-Bildnern. Schwarzkünstlern Freisprechern. Versöhnern. Mittlern |
Es gab noch keine Übermenschen.
10 [42]
| Lust | des Windes Mistral der Pflugschaar der Höhe des Lebens des Jahreszeitenwechsels (Ring) Organisch des Stroms der Morgenröthe des reinen Himmels Elektrizität. |
Lust als Mutter der Schmerzen.
10 [43]
Hauptlehre: die Natur ist wie der Mensch: irrt usw.
Vermenschlichung der Natur.
10 [44]
Also, schließe ich, ist der Glaube an die Zeit, gut für die Gesundheit. (Pessimisten zuletzt)
Drei Einsamkeiten giebt es: die des Schaffenden, des Wartenden und die der Scham.
Ich weiß das Wort und Zeichen des Übermenschen: aber ich zeige es nicht, ich zeige es mir selber nicht.
Was thatet ihr? (“Fest des Lebens”)— —“So ist es aus dem Geiste Zarathustra’s”
Die Lehre zuerst vom Gesindel gut geheißen, zuletzt von den höchsten Menschen.
Wir wollen wie Z leben, in Scham vor einer großen Wahrheit.
10 [45]
| I | Act. | Die Versuchungen. Er hält sich nicht für reif. (Ausgewähltes Volk) Einsamkeit aus Scham vor sich | ||
| II | Act. | Zarathustra incognito dem “großen Mittage” beiwohnend Wird erkannt | ||
| III. | Act. | Katastrophe: alle fallen ab nach seiner Rede. Er stirbt vor Schmerz. | ||
| IV | Act. | Leichenfeier “Wir tödteten ihn” |
| überredet die Gründe |
10 [46]
Zu 1). Er weigert sich. Endlich durch die Kinderchöre in Thränen.
Ein Narr!
2 Könige führen den Esel.
Zu 2) Als der Zug nicht weiß, wohin sich wenden, kommen die Gesandten aus der Peststadt. Entscheidung. Wie im Wald. Feuer auf dem Markte symbol Reinigung.
Vernichtung der Großstadt das Ende
ich will die Frommen verführen.
10 [47]
Zarathustra auf den Ruinen einer Kirche sitzend Act 4
der Mildeste muß der Härteste werden—und daran zu Grunde gehen.
Mild gegen den Menschen, hart um des Übermenschen willen
Collision.
anscheinende Schwäche.
er prophezeit ihnen: die Lehre der Wiederkehr ist das Zeichen.
Er vergißt sich und lehrt aus dem Übermenschen heraus die Wiederkehr: der Übermensch hält sie aus und züchtigt damit.
Bei der Rückkehr aus der Vision stirbt er daran
10, 10[1-47] Juni-Juli 1883
10 [1]
in which I strove upwards against my burden, I rejuvenated myself: and just as I became harder within myself, I still learned grace.
inventive in small cunning ways and lusting after buyers, they waited: with emaciated souls and poor in hopes.
10 [2]
Wildly my stream threw itself into errors and impassable gorges: but how could it happen that a stream would not reach the sea?
A lake I found, a hermit and self-sufficient one: but my stream threw itself into this lake (and) tore it along to the sea.
10 [3]
like Caesar. unmoving.
You do not know me
I gave you the heaviest burden—that the weaklings perish by it—for breeding.
No pity!
I want to shape and transform myself and you
how else could I endure it!
as my I you dreamed
10 [4]
Woe to the man and overman who does not have a height that is still above compassion!
The smallest chasm stands between you and me: but who ever built bridges over the smallest chasms!
Conversation with the Hellhound. (Vulcan)
On ashes I stride up the ash mountain toward evening: long and longer grows my shadow.
In the violet-blue sea lies a boat far off: the sailor crosses himself, seeing me stride
Now Zarathustra sails to hell—he says shuddering: long have I foreseen this end!
You err, fisherman, entirely! The devil does not fetch me: but Zarathustra now fetches the devil.
10 [5]
your knees pray, but the heart knows nothing of it.
Redemption to bring
There is the island of graves, there are also the graves of my youth: there I want to carry an evergreen wreath of life.
I thought of my youth today, I walked my graveyard street, on ruins I sat between red poppies and grass—on my own ruins.
sailing to the island of the departed on a sleeping sea
You still live, old patient iron heart: and within you still lives the unredeemed, unspoken of my youth.
10 [6]
Jesus—like a sweet fragrance.
The preservation of the species is guaranteed: but what does it matter!
Savior
Philosophers. Knowers. Scientists.
Genius
Freethinkers.
Romantics.
Artists.
Conquerors “strong will” scorned
Statesmen
Saints:
Loyalty
Truthfulness
Compassion.
Justice.
Courage
Obedience.
And if you are not a bird, beware of perching over an abyss.
I can no longer descend to you: my very eye grows dizzy and blind, trying to see the path I ascended.
10 [7]
Black and blackening is the art of the tarantula: but tarantulas I call the teachers of the “worst world”
10 [8]
I had renounced life: I had become the night and grave watchman on the mountain castle of death.
Up there I guarded his coffins in gloomy vaults: full they were of such trophies of victory: from glass coffins the conquered life looked back at me.
I myself am like the wind that bursts open the gates to death chambers. I myself am like the coffin full of colorful malices and angelic grimaces, I myself am the laughter of life in the midnight death chamber.
10 [9]
this one exults that revenge is still practiced in justice: and the other that in revenge justice is still practiced. (Dühring and the Corse)
If there were gods: how could I endure not being a god! But there are no gods.
10 [10]
Thus it happened to me once: I dreamed my heaviest dream, and in dreaming I composed my darkest riddle.
But behold, my life itself interpreted this dream. Behold, my today redeemed my former self and the meaning imprisoned within it.
And so it happened at last: three times thunder resounded through the night to me, the vaults howled three times.
Alpa, I cried, Alpa, Alpa. W t A z B? What overcome life comes to me, the night- and grave-w
When I dreamed of you, I dr my heaviest dream.
Thus I will be your terror—your powerlessness and your awakening.
10 [11]
Price of Cool Reason
the Creator praises poverty of spirit and skepticism
sweet scent
High Summer
The courage to demand the extraordinary is rarer than the courage to achieve it.
Strength and duration of resolution and contentment (insight into earthly imperf
10 [12]
Sweet and dull like the scent of old girls their scholars.
Their redeemer, what do you understand of humans!
And why don't you want to lure yourselves—to me?
But no voice answered.
Ah, you don't know how I, the solitary one, am good to the voices that a wind or a bird carried to me from humans. I have become drunk even from ugly voices.
Alpa! I cried, so speak, voice. Alpa! cried my fear and longing from within me.
10 [13]
How easily one takes on the burden of an apology as long as one has nothing to answer for.
But I am responsible.
10 [14]
You pitiful ones, when you throw yourselves down from the heights to the people, what do broken limbs matter to you!
10 [15]
But it was silent, terribly and doubly silent. Oh, you do not know them, the double silence, the heart-constricting!
Alpa! I screamed. Alpa! Alpa! The fear of the double silence screamed out of me.
10 [16]
Bent over in the dull dark shaft to work, that is the hardest fate for the prisoners.
10 [17]
Where did he go? Who knows?
But it is certain that he perished.
A star went out in the desolate space.
The imperishable—it is only a parable, and the poets lie too much.
They also know too little and are poor learners: so they must lie.
And most dear to them is the realm of clouds: there they place their colorful puppets and call them gods,
And when they lie in a garden under trees or on a rocky slope before the flowers, speaking solitarily, they think their tender reception is knowledge.
They all believe that nature is in love with them and always listen for her flattery.
10 [18]
Dare to believe in yourselves! How else should anyone believe in you! Whoever does not believe in themselves always lies!
Wanting frees!—thus I teach you F d Ws
10 [19]
This laughter shattered me, and tore my entrails, and slit my heart open.
Strong will? A long will I need, a heart-hard eternal resolve.
10 [20]
All creation is transformation—and where creative hands are at work, there is much dying and perishing.
And only this is dying and breaking apart: without mercy the sculptor strikes the marble.
So that he may liberate the sleeping image from the stone, for this he must be without mercy:—for this we all must suffer and die and turn to dust.
But we ourselves are also the sculptors in the service of his eye: often we tremble before the creative fury of our own hands.
10 [21]
Which of you poets has not adulterated his wine? Many a poisonous concoction lurks in your cellars.
Do you want to see the rainbow and the bridge of the Overman? Now is the time.
The storm cloud still roars, but the sun already shines again.
10 [22]
Prophecy.
One day I will have my summer: and it will be a summer like in the high mountains.
A summer close to the snow, close to the eagle, close to death.
10 [23]
This is your most unforgivable trait: you have the power and do not wish to rule.
Do you not see what they all need most? It is the one who can command.
Will
10 [24]
You are hungry in spirit: so take this truth quickly as a snack: the imperishable—it is only a parable.
10 [25]
the Overman completely beyond previous virtue, hard out of pity,—the Creator, who without mercy strikes his marble.
To Zarathustra’s last speech.
10 [26]
The great game to play—staking the existence of humanity to perhaps achieve something higher than the preservation of the species.
Z l Red
10 [27]
I reach you late—like the Greek artists only now.
Aesch
10 [28]
Conversation with the Fire-Dog
Mockery of his pathos
against the revolution
10 [29]
Scorn for revolutions and Vesuviuses. Something from the surface
10 [30]
You are not yet driven by a strong wind and will
You are still too stiff and too straight in the back for me
Ah, that you would first swell and become round like a sail over the sea, trembling in the storm of your will!
Then you shall be called beautiful and properly equipped!
10 [31]
Now the time is heated, fire is their air—now all go naked, good and evil! A feast for the knowing is this world without clothes.
States shatter
Earthquakes
everything becomes visible
Taine
What makes the earth tremble: the silent words of the saints
Storm-wickedness.
Rejoicing, that everything becomes visible and bursts.
I feel so well!
End of all morals and secrets.
Twilight of the gods —
There is nothing eternal!
10 [32]
Cold flows deep knowledge, icy cold are its deepest wells: so it is refreshment to warm hands and doers.
10 [33]
I love the roar of a bad reputation, like the ship the wave it stirs. I walk lighter when around my keel the path
10 [34]
But as I awoke from you and came to myself, so shall you also awake from yourselves—and come to me!
Savior? I call you binders and tamers!
with modest hand to approach the spring
10 [35]
Verily, I say unto you: wherever there are graves, there have also always been resurrections!
Speak your word and break upon it. What matters it to you!
10 [36]
I am fond of all that is clean:
to you, the mediators and mixers, to you half-and-halfers, I say this: you are not clean
how could I be fond of you reconcilers!
10 [37]
There were no superhumans yet. Naked I saw both, the greatest and the smallest human: and both I found still—all too human!
10 [38]
You play, and you want people to watch your game—you all, I call actors.
Whether you call yourselves poets or dancers or servants of public utility and the voice of the people—
Whether you teach or paint or sound or play “black on white”:—you want to make a name for yourselves.
Mother Vanity
The opposite of those who want to erase their name and hide their head—so that their task does not see them and pass them by.
10 [39]
and only when I am a burden to myself, do you weigh heavily on me.
10 [40]
| 1 | Laughter about moral world order. "paid" | |
| 2 | Dance song | |
| 3 | Dream. | |
| 4 | Fire dog | |
| 5 | Mediator. | |
| 6 | Price of cool reason | |
| 7 | Penitent of the spirit. | |
| 8 | Many societies (to the conquerors founders) | |
| 9 | Poets geniuses actors | |
| 10 | Scholars | |
| 11 | wander among pieces! | |
| 12 | Philosophers | |
| 13 | Equality-socialists | |
| 14 | Defense attorneys | |
| 15 | Pessimists |
10 [41]
| From by From From | the the the the the | peddlers curious content (mystics) vanity of the clean idol-makers. black magicians acquitters. reconcilers. mediators |
There were no overmen yet.
10 [42]
| Desire | of the wind Mistral of the plowshare of the height of life of the changing seasons (Ring) Organic of the river of the dawn of the pure sky Electricity. |
Desire as the mother of pains.
10 [43]
Main teaching: nature is like man: errs etc.
Anthropomorphization of nature.
10 [44]
So, I conclude, faith in time is good for health. (Pessimists last)
There are three solitudes: that of the creator, the waiter, and that of shame.
I know the word and sign of the Overman: but I do not show it, I do not show it to myself.
What did you do? (“Festival of Life”)— —“Thus it is from the spirit of Zarathustra”
The doctrine first called good by the rabble, lastly by the highest men.
We want to live like Z, in shame before a great truth.
10 [45]
| I | Act. | The temptations. He does not consider himself mature. (Chosen people) Loneliness out of shame before oneself | ||
| II | Act. | Zarathustra incognito attending the "great noon" Is recognized | ||
| III. | Act. | Catastrophe: all fall away after his speech. He dies of grief. | ||
| IV | Act. | Funeral procession “We killed him” |
| persuades the reasons |
10 [46]
To 1). He refuses. Finally moved to tears by the children's choirs.
A fool!
2 kings lead the donkey.
To 2) When the procession does not know where to turn, the envoys come from the plague-stricken city. Decision. As in the forest. Fire in the marketplace symbolizes purification.
Destruction of the metropolis is the end
I want to seduce the pious.
10 [47]
Zarathustra sitting on the ruins of a church Act 4
the gentlest must become the hardest—and perish from it.
Gentle toward man, hard for the sake of the Overman
Collision.
apparent weakness.
he prophesies to them: the doctrine of recurrence is the sign.
He forgets himself and teaches from the Overman out the recurrence: the Overman endures it and disciplines with it.
Upon returning from the vision, he dies from it