13, 25[1-21] December 1888 - Januar 1889
25 [1]
Die große Politik
Ich bringe den Krieg. Nicht zwischen Volk und Volk: ich habe kein Wort, um meine Verachtung für die fluchwürdige Interessen-Politik europäischer Dynastien auszudrücken, welche aus der Aufreizung zur Selbstsucht Selbsterhebung der Völker gegen einander ein Prinzip und beinahe eine Pflicht macht. Nicht zwischen Ständen. Denn wir haben keine höheren Stände, folglich auch niederen: was heute in der Gesellschaft obenauf ist, ist physiologisch verurtheilt und überdies—was der Beweis dafür ist—in seinen Instinkten so verarmt, so unsicher geworden, daß es das Gegenprincip einer höheren Art M ohne Scrupel bekennt.
Ich bringe den Krieg quer durch alle absurden Zufälle von Volk, Stand, Rasse, Beruf, Erziehung, Bildung: ein Krieg wie zwischen Aufgang und Niedergang, zwischen Willen zum Leben und Rachsucht gegen das Leben, zwischen Rechtschaffenheit und tückischer Verlogenheit ... Daß alle “höheren Stände” Partei für die Lüge nehmen, das steht ihnen nicht frei—dies müssen sie: man hat es nicht in der hand, schlechte Instinkte vom Leibe zu halten.— Niemals mehr als in diesem Falle wird es ergeben wie wenig an dem Begriff “freier Wille” ist: man bejaht, was man ist, man verneint, was man nicht ist ... Die Zahl spricht zu Gunsten der “Christen”: die Gemeinheit der Zahl ... Nachdem man zwei Jahrtausende die Menschheit mit physiologischem Widersinn behandelt hat muß ja der Verfall die Instinkt-Widersprüchlichkeit zum Übergewicht gekommen sein. Ist es nicht eine Erwägung, die Einem Schauder macht, daß erst ungefähr seit 20 Jahren alle nächstwichtigen Fragen, in der Ernährung, der Kleidung, der Kost, der Gesundheit, der Fortpflanzung mit Strenge, mit Ernst, mit Rechtschaffenheit behandelt werden
Erster Satz: die große Politik will die Physiologie zur Herrin über alle anderen Fragen machen; sie will eine Macht schaffen, stark genug, die Menschheit als Ganzes und Höheres zu züchten, mit schonungsloser Härte gegen das Entarttende und Parasitische am Leben,—gegen das, was verdirbt, vergiftet, verleumdet, zu Grunde richtet ... und in der Vernichtung des Lebens das Abzeichen einer höheren Art Seelen sieht.
Zweiter Satz: Todkrieg gegen das Laster; lasterhaft ist jede Art Widernatur. Der christliche Priester ist die lasterhafteste Art Mensch: denn er lehrt die Widernatur.
Zweiter Satz: eine Partei des Lebens schaffen, stark genug zur großen Politik: die große Politik macht die Physiologie zu Herrin über alle anderen Fragen,—sie will die Mh als Ganzes züchten, sie mißt den Rang der Rassen, der Völker, der Einzelnen nach ihrer Zukunfts—, nach ihrer Bürgschaft für Leben, die sie in sich trägt,—sie macht unerbittlich mit allem Entarteten und Parasitischen ein Einde.
Dritter Satz: Der Rest folgt daraus.
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Was ich den Deutschen am wenigsten vergebe, das ist, daß sie nicht wissen, was sie thun ... lügen. Der Lügner der weiß, daß er lügt, ist gegen einen Deutschen gemessen, tugendhaft ...
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Der Gil Blas, ein angenehmes Land, in dem keine Deutschen vorkommen; Prosper Mérimée, ein noch angenehmeres,—man stolpert nirgendwo über eine Tugend.
25 [4]
petits faits vrai
Fromentin
De Vogüé
25 [5]
Herr Köselitz hat wirklich einen Begriff von mir: etwas, das mich immer noch ebenso in Erstaunen setzt als das Gegentheil davon mich kalt läßt. Ich sehe mitunter meine Hand daraufhin an, daß ich das Schicksal der Menschheit in der Hand habe—: ich breche sie unsichtbar in 2 stücke auseinander, vor mir, nach mir ...
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1.
Ich kenne mein Loos. Es wird sich einmal an meinen Namen die Erinnerung an etwas Unres anknüpfen,—an eine Krisis, wie es keine auf Erden gab, an die tiefste GewissensCol, an eine Entscheidung heraufbeschworen gegen Alles, was geglaubt, gefordert, geheiligt worden war.— Und mit Alledem ist Nichts in mir von einemtiker; wer mich kennt, hält mich für einen schlichten, vielleicht ein wenig boshaften Gelehrten, Jedermann heiter zu sein weiß. Dies Buch giebt, wie ich hoffe, ein ganz andres Bild Bild eines Propheten, ich habe es geschrieben, um jeden Mythus über mich in der Wurzel zu zerstören—, es ist etwas Übermüthiges noch in meinem Ernste, ich liebe das Kleinste wie das ich Glück in den Augenblicken furchtbarer Entscheidungen nicht los zu werden, ich habe die größte Umfänglichkeit der Seele, die je ein Mensch gehabt hat. Verhängnißvoll Gott oder Hanswurst—das ist das Unfreiwillige an mir, das bin ich.— Und trotzdem oder vielmehr nicht trotzde, denn alle Propheten waren bisher Lügner—redet aus mir die Wahrheit.— aber m Wahrheit ist furchtbar: denn man hieß bisher die Lüge Wahrheit ... Umwerthung all das ist meine Formel für einen Akt höchster Selbstbesinnung der Menschheit: mein L daß ich tiefer, muthiger, rechtschaffener in die Fragen aller Zeiten hinunterblicken muß je ein Mensch bisher entdecken mußte ... Ich fordere nicht das was jetzt lebt heraus, mehrere Jahrtausende gegen mich heraus. Ich widerspreche und bin trotzdem der Gegen eines neinsagenden Geistes. Erst von mir an giebt es wieder Hoffnungen, ich kenne von einer Höhe, daß der Begriff dafür bisher gefehlt hat,—ich bin der frohe Botschafter par excellence, wie sehr ich auch immer der Mensch des Verhängnisses sein muß.— Denn Vulkan in Thätigkeit tritt, so haben wir Convulsionen auf Erden, wie es noch keine gab. Begriff Politik ist gänzlich in einen Geisterkrieg aufgegangen, alle Machtgebilde in die Luft gesprengt,—es wird Kriege geben, wie es noch keine auf Erden gab. —
2.
Was einstweilen vorgeht, ist mir zu widerlich, um auch nur den Zuschauer davongeben. Ich kenne Nichts, was dem erhabenen Sinne meiner Aufgabe tiefer wider diese fluchwürdige Aufreizung zur Völker-, zur Rassen-Selbstsucht, die jetzt auf den “große Politik” Anspruch macht; ich habe kein Wort um meine Verachtung vor dem Niveau auszudrücken, das jetzt in Gestalt des deutschen Reichskanzlers und mit den preuß Offizier-Attitüden des Hauses Hohenzollern sich zu Lenkern der Geschichte der Menschheit be glaubt, diese niedrigste Species Mensch, die nicht einmal dort fragen gelernt hat, zerschmetternde Blitzschläge von Antworten nöthig habe, an der die ganze Arbeit der gtschaffenheit von Jahrhunderten umsonst gewesen ist—das steht zu tief unter mir, alss auch nur die Ehre meiner Gegnerschaft haben dürfte. Mögen sie ihr Kartenhäuseren! für mich sind “Reiche” und “Tripel-Allianzen” Kartenhäuser ... Das ruht auf Voraussetzungen, die ich in der Hand habe ... Es giebt mehr Dynamit zwischenel und Erde als diese gepurpurten Idioten sich träumen lassen ...
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5.
— Ein letzter Gesichtspunkt, der höchste vielleicht: ich rechtfertige die Deutschen, ich allein. Wir sind im Gegensatz, wir sind selbst unberührbar für einander,—es giebt keine Brücke, keine Frage, keinen Blick zwischen uns. Aber das erst ist die Bedingung für jenen äußersten Grad von Selbstigkeit, von Selbsterlösung, der in mir Mensch wurde: ich bin die Einsamkeit als Mensch ... Daß mich nie ein Wort erreicht hat, das zwang mich, mich selber zu erreichen ... Ich wäre nicht möglich ohne eine Gegensatz-Art von Rasse, ohne Deutsche, ohne diese Deutschen, ohne Bismarck, ohne 1848, ohne “Freiheitskriege,” ohne Kant, ohne Luther selbst ... Die großen Cultur-Verbrechen der Deutschen rechtfertigen sich in einer höheren Ökonomik der Cultur ... Ich will Nichts anders, auch rückwärts nicht,—ich durfte Nichts anders wollen ... Amor fati ... Selbst das Christenthum wird nothwendig: die höchste Form, die gefährlichste, die verführerischeste im Nein zum Leben fordert est seine höchste Bejahung heraus—mich ... Was sind zuletzt diese zwei Jahrtausende? Unser lehrreichstes Experiment, eine Vivisektion am Leben selbst ... Bloß zwei Jahrtaus! ...
25 [8]
Stendhal kam aus dem Dienste der besten strengen Philosophen-Schule Europas, der der Condillac und Destutt de Tracy,—er verachtete Kant ...
25 [9]
Fromentin, Feuillet, Halévi, Meilhac, les Goncourt, Gyp, Pierre Loti oder um einen von der tiefen Rasse zu nennen, Paul Bourget, der bei weitem am meisten von sich aus mir nahe gekommen ist
25 [10]
Die alten Italiäner mit der Tiefe und schwermüthigen Süßigkeit des Gefühls, die vornehmen Musiker par excellence, in denen das Höchste der Stimme als ton übrig geblieben ist
Das Requiem von Nicola Jommelli (1769) zum Beispiel, ich hörte es gestern—ah das kommt aus einer anderen Welt als ein Requiem von Mozart ...
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Ein letztes Wort. Ich werde von jetzt ab hülfreiche Hände—unsterbliche Hände!—ohne Zahl nöthig haben, die Umwerthung soll in 2 Sprachen erscheinen. Man wird gut thun überall Vereine zu gründen, um mir zur rechten Zeit einige Millionen Anhänger in die Hand zu geben. Ich lege Werth darauf, zunächst die Offiziere und die jüdischen Banquiers für mich zu haben:—Beide zusammen repräsentiren den Willen zur Macht. —
Wenn ich nach meinen natürlichen Verbündeten frage, so sind das vor Allem die Offiziere; mit militär Instinkten im Leibe kann man nicht Christ sein,—im andern Fall wäre man falsch als Christ und falsch außerdem noch als Soldat. Insgleichen sind die jüdischen Banquiers meine natürlichen Verbündeten als die einzige internationale Macht ihrem Unsprung wie ihrem Instinkt nach, die die Völker wieder bindet, nachdem eine fluchwürdige Interessen-Politik aus der Selbstsucht und Selbstüberhebung der Völker eine Pflicht gemacht hat.
25 [12]
In dieser Zeit ergiebt sich Alles, was hatte. Ich gebe die höchste Ehre dem, den dabei die größte Mühe gekostet hat—meinem Maestro Peter Gast, der zuletzt nicht einer Ehrenbezeigung bedürfte, wenn—dem ersten und solidesten Musiker der jetzt lebt.
ich thue erst das was ich ihm schuldig wenn ich ihn den tiefsten und solidesten Musiker nenne, der jetzt lebe.
25 [13]
Todkrieg dem hause Hohenzollern
Als der, der ich sein muß, kein Mensch, ein Schicksal will ich ein Ende machen mit diesen verbrecherischen Idioten, die mehr als ein Jahrhundert das große Wort, das größte Wort geführt haben. Sein F des Großen Diebes Tagen, haben sie nichts gethan als gelogen und gestohlen; ich habe einen Einzigen auszunehmen, den unvergeßlichen Friedrich den Dritten, als den bestgehaßten, bestverleumdeten der ganzen Rasse ... Heute, wo eine schändliche Partei obenauf, wo eine christliche Bande die fluchwürdige Drachensaat des Nationalismus zwischen den Völkern sät und die schwarzen Hausknechte, aus Liebe zu den Sklaven “befreien” will, haben wir die Verlogenheit und Unschuld in der Lüge vor ein welthistorisches Gericht zu bringen. #
Ihr Werkzeug, Fürst Bismarck, der Idiot par excellence unter allen Staatsmännern, hat nie eine Handbreit überr die Dyn Hohenzollern hinausgedacht
Aber das hat seine Zeit gehabt: ich will das Reich in ein ehernes Hemd einschnüren und zu einem Verzweiflungskampf herausfordern. Ich werde nicht eher die Hände frei bekommen, als bis ich den christlichen Husaren von Kaiser, diesen jungen Verbrecher sammt Zubehör in den Händen habe—mit Vernichtung der erbarmungswürdigsten Mißgeburt von Mensch, die bisher zur Macht gelangt ist
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# Damit das Haus von Narren und Verbrechern sich obenauf fühlt, zahlt Europa jetzt jährlich 12 Milliarden, reißt es Klüfte zwischen den werdenden Nationen auf, hat es die hirnverbranntesten Kriege geführt, die je geführt wurden: Fürst Bismarck hat zu Gunsten seiner Hauspolitik alle Voraussetzungen für große Aufgaben, für welthistorische Zwecke, für eine edlere und feinere Geistigkeit mit einer fluchwürdigen Sicherheit des Instinktes vernichtet. Und seht euch doch die Deutschen selber an, die niedrigste, stupideste, gemeinste Rasse wohl, die jetzt auf Erden da ist, verhohenzollert bis zum Haß gegen Geist und Freiheit. Seht doch ihr “Genie,” den F B, den Idioten unter den Staatsmännern aller Zeiten, der nie eine Handbreit über die Dy H hiausgedacht hat. Der Idiot am Kreuze wa ... Und als die Rasse Genie hatte, hatte sie das Genie des Verbrechens ...
Letzte Erwägung
Zuletzt könnten wir selbst der Kriege entrathen; eine richtige Meinung genügte unter Umständen schon. Ein Wagen mit Eisenstäben für Hohenzollern und andere “Schwaben” ... Wir Anderen giengen unausgesetzt an die grandiose und hohe Arbeit des Lebens—wir haben Alles noch zu organisiren. Es giebt noch wirksamere Mittel, die Physiologie zu Ehren zu bringen als durch Lazarethe—ich wüßte einen besseren Gebrauch von den 12 Milliarden zu machen, die der “bewaffnete Friede” heute Europa kostet. und kurz und gut
Aber das hat seine Zeit gehabt. Man möge mir diesen jungen Verbrecher ausliefern; ich werde nicht zögern, ihn zu verderben,—ich will selbst die Brandfackel in seinem fluchwürdigen Verbrecher-Geist londern machen
25 [15]
Nur indem ich den Verbrecher-Wahsinn brandmarke, brandmarke ich immer die zwei fluchwürdigsten Institutionen, an denen bisher die Menschheit krank ist, die eigentlichen Todfeindschafts-Institutionen gegen das Leben: die dynastische Institution, die sich am Blut der Stärksten, Wohlgerathenen und Herrlichen mästet und die priesterliche Institution, die mit einer schauerlichen Arglist eben dieselben Männer, die Stärksten, Wohlgeratenen Herrlichen von vornherein zu zerstören versucht. Ich finde hier Kaiser und Priester sich einig: ich will hier Richter sein und alle Jahrtausende mit dem verbrecherischen Wahnsinn von Dynasten und Priestern ein Ende machen ... Die Mh hat sich dergestalt gewöhnt an diesen Wahsinn, daß sie heute die Heere nöthig zu haben glaubt zum Zweck der Kriege ... Ich sagte, scheint es, eben eine Absurdität ... Niemand verlangt strenger als ich, daß Jedermann Soldat ist: es giebt durchaus kein anderes Mittel, ein ganzes Volk zu den Tugenden des Gehorchens und Befehlens, zum Takt, in Haltung und Gebärden, zu der fröhlichen und tapferen Art,, zu der Freiheit des Geistes inzwischen zu erziehen—es ist bei weitem unsere erste Vernunft in der Erziehung, daß Jedermann Soldat es giebt auch kein anders Mittel um über jede Kluft von Rang, Geist Aufgabe hinweg, ein männliches gegenseitiges Wohlwollen über ein ganzes Volk hinzubreiten.— “Dienst und Pflicht”, Segen der Arbeit—so redet immer die verfluchte Dynastie, wenn sie M nöthig hat. Daß man eine solche Auslese der Kraft und Jugend und Macht nachher vor die Kanonen stellt, ist Wahsinn.
25 [16]
Ich werde nie zugeben, daß eine canaille von H Jemanden befehlen kann, Verbrechen zu begehen ... Es giebt ke Recht auf Gehorsam, wenn der Befehlende bloß ein Hohenzollern ist
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Meine Freunde, seht euch einmal einen Priester an. Das ist etwas Feierliches Blaßes, Gedrücktes, mit Feigheit im Auge und mit ganz langen blaßen Fingern, vor allem im Heiligwerden steckt ein rachsüchtiges und feines Thier, das man Unterschätzen wir den Pr nicht—er ist Er ist auch heilig ... Wir, mit ein wenig Blut und Neugierde, wir bei denen eine kleine Teufelei im Kopf zum Glück gehort sind unheilig ... Was wir uns schämen!
25 [18]
Das Reich selber ist ja eine Lüge: kein Hohenzollern kein Bismarck hat je an Deutschland gedacht ... Daher die Wuth gegen Prof. Geffcken ... Bismarck zog vor, mit dem Wort “deutsch” im Munde zu pochen polizei-gesetzlich ... Ich denke, man lacht an den Höfen von Wien, von St. Petersburg; man kennt eben unseren Consorten von parvenu, der bisher noch nicht einmal aus Versehen ein gescheidtes Wort geredet hat. Das ist gar kein Mensch, der auf Erhaltung der Deutschen setzt, wie er behauptet.
und vielleicht noch mehr eine Dummheit!
25 [19]
Letzte Erwägung
Könnten wir der Kriege entrathen, um so besser. Ich wüßte einen nützlicheren Gebrauch von den zwölf Milliarden zu machen, welche jährlich der bewaffnete Friede Europa kostet; es giebt noch andre Mittel, die Physiologie zu Ehren zu bringen, als durch Lazarethe ... Kurz und gut, sehr gut sogar: nachdem der alte Gott abgeschafft ist, bin ich bereit, die Welt zu regieren ...
25 [20]
Man liefere mir den jungen Verbrecher in die Hand: ich werde nicht zögern, ihn zu verderben und seinen Verbrecher-Geist in Brand zu stecken ..
25 [21]
condamno te ad vitam diaboli vitae
Indem ich dich vernichte Hohenzollern, vernichte ich die Lüge
13, 25[1-21] December 1888 - Januar 1889
25 [1]
The Great Politics
I bring war. Not between people and people: I have no word to express my contempt for the accursed interest politics of European dynasties, which makes the incitement to selfishness and the elevation of peoples against each other a principle and almost a duty. Not between classes. For we have no higher classes, consequently no lower ones: what is on top in society today is physiologically condemned and moreover—what is the proof of it—in its instincts so impoverished, so uncertain that it acknowledges the counter-principle of a higher kind M without scruples.
I bring war across all the absurd coincidences of people, class, race, profession, upbringing, education: a war as between rise and fall, between will to live and vengefulness against life, between integrity and treacherous deceit... That all "higher classes" take the side of the lie is not their choice—they must do so: one does not have the power to keep bad instincts at bay.— Never more than in this case will it be revealed how little there is to the concept of "free will": one affirms what one is, one denies what one is not... The number speaks in favor of the "Christians": the commonness of the number... After treating humanity with physiological nonsense for two millennia, the decline must have brought instinctual contradiction to predominance.
Is it not a consideration that makes one shudder, that only for about 20 years have all the next most important questions, in nutrition, clothing, diet, health, reproduction, been treated with strictness, with seriousness, with integrityFirst sentence: great politics wants to make physiology the mistress over all other questions; it wants to create a power strong enough to breed humanity as a whole and higher being, with ruthless hardness against the degenerate and parasitic in life,—against that which corrupts, poisons, slanders, ruins ... and in the destruction of life sees the mark of a higher kind of soul.
Second proposition: Death struggle against vice; every kind of unnaturalness is vicious. The Christian priest is the most vicious kind of man: for he teaches unnaturalness.
Second proposition: to create a party of life strong enough for great politics: great politics makes physiology the mistress over all other questions,—it wants to breed mankind as a whole, it measures the rank of races, of peoples, of individuals by their future, by their guarantee of life which they carry within them,—it makes a ruthless end to everything degenerate and parasitic.
Third proposition: The rest follows from this.
25 [2]
What I forgive the Germans least for is that they do not know what they are doing ... lying. The liar who knows that he is lying is, measured against a German, virtuous ...
25 [3]
The Gil Blas, a pleasant country where no Germans are to be found; Prosper Mérimée, an even more pleasant one—nowhere does one stumble upon a virtue.
25 [4]
petits faits vrai
Fromentin
De Vogüé
25 [5]
Mr. Köselitz really has a concept of me: something that still amazes me as much as its opposite leaves me cold. I sometimes look at my hand with the thought that I hold the fate of mankind in my hand—: I break it invisibly into 2 pieces apart, before me, after me ...
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1.
I know my fate. One day my name will be associated with the memory of something monstrous—a crisis as has never been on earth, the deepest collision of conscience, a decision conjured up against everything that has been believed, demanded, sanctified.— And yet there is nothing of a fanatic in me; those who know me consider me a simple, perhaps somewhat mischievous scholar, one who knows how to be cheerful with everyone. This book, I hope, presents a very different image—the image of a prophet. I have written it to destroy every myth about me at its root—, there is still something audacious in my seriousness, I love the smallest things as much as I cannot shake off happiness in moments of terrible decisions, I have the greatest expansiveness of soul that any man has ever had.Fateful God or buffoon—that is the involuntary part of me, that is what I am.— And yet or rather not in spite of it, for all prophets have been liars so far—the truth speaks through me.— but truth is terrible: for what has been called lie so far was truth ... Revaluation of all values is my formula for an act of humanity's highest self-reflection: my L that I must look deeper, more courageously, more honestly into the questions of all ages than any human being has ever had to discover ... I do not challenge what lives now, several millennia against me. I contradict and yet am the opposite of a spirit that says no.First from me there are hopes again, I know from a height that the concept for it has been lacking so far—I am the joyful messenger par excellence, no matter how much I must also always be the man of doom.— For when Vulcan becomes active, we have convulsions on earth as there have never been before. The concept of politics has completely dissolved into a war of spirits, all power structures blown into the air—there will be wars as there have never been on earth. —
2.
What is happening in the meantime is too repulsive for me to even want to be a spectator of it.I know nothing that contradicts the sublime sense of my task more deeply than this accursed incitement to national, to racial selfishness, which now lays claim to "great politics"; I have no word to express my contempt for the level that now, in the guise of the German Chancellor and with the Prussian officer attitudes of the House of Hohenzollern, believes itself to be the guide of human history, this lowest species of man, who does not even ask therelearned, that I need shattering lightning bolts of answers, at which the entire work of creation over centuries has been in vain—that is too far below me to even deserve the honor of my opposition. Let them build their card houses! For me, “empires” and “Triple Alliances” are card houses... It rests on premises that I hold in my hand... There is more dynamite between me and the earth than these purple-robed idiots could ever dream of...
25 [7]
5.
— One final perspective, perhaps the highest: I justify the Germans, I alone. We are in contrast, we are even untouchable to each other—there is no bridge, no question, no glance between us. But this is precisely the condition for that ultimate degree of selfhood, of self-liberation, that became human in me: I am solitude as a human being ... That no word has ever reached me that forced me to reach myself ... I would not be possible without an opposing kind of race, without Germans, without these Germans, without Bismarck, without 1848, without the “Wars of Liberation,” without Kant, without Luther himself ...The great cultural crimes of the Germans justify themselves in a higher economy of culture ... I want nothing else, not even in retrospect—I was allowed to want nothing else ... Amor fati ... Even Christianity becomes necessary: the highest form, the most dangerous, the most seductive in saying no to life demands its highest affirmation—of me ... What are these two millennia in the end? Our most instructive experiment, a vivisection on life itself ... Only two millennia! ...
25 [8]
Stendhal came from the service of the best strict philosophical school in Europe, that of Condillac and Destutt de Tracy,—he despised Kant ...
25 [9]
Fromentin, Feuillet, Halévi, Meilhac, the Goncourts, Gyp, Pierre Loti or, to name one of the profound race, Paul Bourget, who by far has come closest to me of his own accord
25 [10]
The old Italians with the depth and melancholic sweetness of feeling, the noble musicians par excellence, in whom the highest of the voice remains as tone
The Requiem by Nicola Jommelli (1769), for example, I heard it yesterday—ah, that comes from a different world than a Requiem by Mozart...
25 [11]
A final word. From now on I will need helpful hands—immortal hands!—beyond count, the Revaluation shall appear in 2 languages. It would be wise to found associations everywhere in order to place a few million followers in my hand at the right time. I place value on having the officers and the Jewish bankers on my side first:—Both together represent the Will to Power. —
When I ask about my natural allies, they are above all the officers; with military instincts in the body can one not be a Christian,—in the other case one would be false as a Christian and false besides as a soldier. Likewise, the Jewish bankers are my natural allies as the only international power by their origin and their instinct, which binds the peoples again, after a cursed politics of interest has made a duty out of the selfishness and self-exaltation of the peoples.
25 [12]
In this time, everything that was comes to pass. I give the highest honor to the one who has taken the greatest trouble in this—my Maestro Peter Gast, who in the end would not need an honor if—he were the first and most solid musician now living.
I only do what I owe him when I call him the deepest and most solid musician who now lives.
25 [13]
Death war to the house of Hohenzollern
As the one I must be, no human, a fate, I want to put an end to these criminal idiots who for more than a century have led the great word, the greatest word. His F of the Great Thief’s days, they have done nothing but lied and stolen; I have one exception to make, the unforgettable Friedrich the Third, as the most hated, most slandered of the entire race ... Today, where a shameful party is on top, where a Christian gang sows the accursed dragon seed of nationalism among the peoples and the black house servants want to “liberate” the slaves out of love, we must bring hypocrisy and innocence in the lie before a world-historical court.
#Your tool, Prince Bismarck, the idiot par excellence among all statesmen, has never thought an inch beyond the House of Hohenzollern
But that has had its time: I want to encase the Reich in an iron shirt and challenge it to a desperate struggle. I will not get my hands free until I have the Christian hussar of the Kaiser, this young criminal sammt accessories in my hands—with the destruction of the most pitiable misbirth of a human who has ever come to power
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# So that the house of fools and criminals may feel on top, Europe now pays 12 billion annually, tears open chasms between the emerging nations, has waged the most brainless wars ever fought: Prince Bismarck, in favor of his domestic policy, destroyed all prerequisites for great tasks, for world-historical purposes, for a nobler and finer spirituality with a curse-worthy certainty of instinct. And just look at the Germans themselves, the lowest, stupidest, most common race that now exists on earth, verhohenzollert to the point of hatred against spirit and freedom. Look at their "genius," F B, the idiot among all statesmen of all time, who never thought a hand's breadth beyond the Dy H. The idiot on the cross wa... And when the race had genius, it had the genius of crime...
Final Consideration
Finally, we could do without wars; under certain circumstances, a correct opinion would suffice. A wagon with iron bars for Hohenzollern and other “Swabians”... We Others would proceed ceaselessly with the grand and lofty work of life—we still have everything to organize. There are more effective means to honor physiology than through hospitals—I would know a better use for the 12 billion that the “armed peace” costs Europe today. and in short
But that has had its time. Let them extradite this young criminal to me; I will not hesitate to ruin him,—I will myself ignite the torch in his accursed criminal mind
25 [15]
Only by branding the criminal insanity do I always brand the two most accursed institutions by which humanity has hitherto been sick, the actual institutions of mortal enmity against life: the dynastic institution, which fattens itself on the blood of the strongest, the best-constituted, and the most magnificent, and the priestly institution, which with a terrible cunning seeks from the outset to destroy those very same men, the strongest, the best-constituted, the most magnificent. Here I find emperor and priest in agreement: here I want to be judge and put an end to the criminal insanity of dynasties and priests for all millennia ... Mankind has become so accustomed to this insanity that today it believes it needs armies for the purpose of wars ...I said, it seems, just now an absurdity ... No one demands more strictly than I that everyone is a soldier: there is absolutely no other means to educate an entire people in the virtues of obeying and commanding, in tact, in bearing and gestures, in the cheerful and brave manner, in the freedom of the spirit in the meantime—it is by far our first reason in education that everyone is a soldier; there is also no other means to spread a manly mutual goodwill across an entire people, over every chasm of rank, spirit, and task.—“Service and duty,” the blessing of work—so the cursed dynasty always speaks when it needs M. That one then places such a selection of strength, youth, and power in front of the cannons is madness.
25 [16]
I will never admit that a canaille like H can order someone to commit crimes ... There is no right to obedience when the one giving the order is merely a Hohenzollern
25 [17]
My friends, take a look at a priest. There is something solemn, pale, oppressed, with cowardice in the eye and with very long pale fingers, above all in becoming holy there lurks a vengeful and refined animal, which one Let us not underestimate the priest—he is He is also holy ... We, with a little blood and curiosity, we for whom a little devilry in the head belongs to happiness are unholy ... What we are ashamed of!
25 [18]
The empire itself is indeed a lie: no Hohenzollern, no Bismarck ever thought of Germany ... Hence the fury against Prof. Geffcken ... Bismarck preferred to boast with the word “German” in his mouth in a police-law manner ... I think they laugh at the courts of Vienna, of St. Petersburg; they know our consort of parvenu, who has not yet even by accident spoken a clever word. This is not at all a man who is committed to the preservation of the Germans, as he claims.
and perhaps even more a stupidity!
25 [19]
Final Consideration
If we could do without wars, all the better. I would know a more useful way to spend the twelve billion that armed peace costs Europe annually; there are other means to honor physiology than through hospitals... In short, very good indeed: now that the old God has been abolished, I am ready to govern the world...
25 [20]
Deliver the young criminal into my hands: I will not hesitate to ruin him and set his criminal spirit ablaze ..
25 [21]
condamno te ad vitam diaboli vitae
By destroying you, Hohenzollern, I destroy the lie