7, 26[1-24] Frühjahr 1873

26 [1]

Thales. Paracelsus. Stelle in den Allegorien Homers.
Wasser in der neuen Chemie. Lavoisier.
Wolken Eis.
Anaximenes Luft (Paracelsus).
Anaximander. Das Werden als Zeichen der Vergänglichkeit. Nicht das infinitum, sondern das Indefinitum.
Das Ursache der Welt des Werdens? (Emanationstheorie, Spir.)
Heraclit. Werden als Schaffen, p.347 und früher Kopp.
Voraussetzung von zwei Elementen für jedes Werden.
Anaxagoras. Kreisbewegung. Dynamische Theorie, Durchdringung der Materie, p. 324. Viele Substanzen.
Werden als Herausziehen nicht mehr Schaffen.
Durchdringung zu Punkten.
Empedocles. Attraktion, Repulsion. Affinität. Actio in distans. Vier Elemente. Zwei Electricitäten, p. 340 Kopp. Liebe und Haß—Empfindung als Bewegungsursache. Boerhave, p. 310 Kopp.
Democrit. Atome gleichartig. Buffon gegen Newton, p. 311.
Vielgestaltig, Gassendi.
Pythagoreer. 367 Kopp. Der schlafende Reisende im Schiff. Überweg, III 53.
Fortsetzung der Atomistik, alle Bewegungsmechanik ist zuletzt Beschreibung der Vorstellungen.
Berührung. Actio in distans.
Parmenides. Bernardinus Telesius.
Beiträge zur Geschichte der Physiologie von Rixner und Siber III.
Definition der Substanz bei Cartesius, siehe Überweg, 111 52.
Gegenseitige Einwirkung bei völliger Verschiedenheit des Cörpers. III 53.
Grundlehre Satz vom Widerspruch, Überweg, III 81.
Quidquid est, est: quidquid non est, non est.

26 [2]

Nachahmung der Natur.

“Der weiseste Mensch ist Gott gegenüber ein Affe.” Heraclit.

Oedipus der “Weh-mensch” löst das Menschenräthsel.

26 [3]

Die Eleaten sahen den Himmel gleichsam schwarz, wie die Mondbewohner.

26 [4]

Cardanus theilt die Menschen in

1) bloß Betrogene
2) betrogene Betrüger
3) nicht betrogene Nichtbetrüger.

26 [5]

DemocritSennerti physica Viteb 1618
Magneni Democritus reviviscens Ticini 1646
Empedocles—Maignani cursus philosoph 1652 und 1673.

26 [6]

Der finstere Ozean der Metaphysik.

26 [7]

Thomas Campanella sagt, der Raum ist beseelt, denn er scheut das Leere und begehrt nach Erfüllung.

26 [8]

Es ist wie in einer Gemäldegalerie, eine Reihe von Philosophen hinter einander anzusehen: sie sind in dem Hause, in das wir sie zur Vergleichung einmiethen, nicht zu Hause; sie sehen daher oft so beliebig und wie ein Luxus aus, wie Erzeugnisse charakterloser Allerweltskünstler. Die Aufgabe dagegen soll sein, nur davon zu erzählen, wie sie selbst von ihren Vorgängern erzählen und mit ihnen sich berühren, also der Kampf untereinander.

26 [9]

Ich will eine Reihe von großen Philosophen beschreiben und hoffe dadurch das Wesen des Philosophen selbst deutlicher zu machen: ob ich es schon auf eine etwas unphilosophische Weise thun werde, da ich mich an den Wirkungen des Philosophen halte. Aber ich vermag nicht direkter von ihrem Wesen zu reden, denn der reine Trieb zur Wahrheit ist so fremd und unerklärlich in dieser Welt, daß ich hoffen darf, wenn ich zeige, wozu er nütze ist, wenigstens etwas gezeigt zu haben. Sollte er dieses Nutzens wegen nicht da sein, so ist es doch gut einzusehen, daß er, wenn er einmal da ist, auch nützlich sein kann: während er seinem Wesen nach so fremd und unmenschlich ist, daß man glauben möchte, er sei nicht nur unnütz, sondern auch schädlich. Denn jener Trieb steht im Widerspruch mit dem, was die Menschen zumeist beglückt.

26 [10]

Es giebt nur Philosophen, d. h. Freunde der Wahrheit
oder Feinde der Wahrheit
oder Skeptiker.

26 [11]

Ich habe nichts als Empfindung und Vorstellung.

Also kann ich diese nicht aus den Vorstellungs-Inhalten entstanden denken.

Alle jene Kosmogonien usw. sind erschlossen aus den Empfindungsdaten.

Wir können uns nichts denken, das nicht Empfindung und Vorstellung wäre.

Somit auch nicht rein Zeit, Raum Welt existirend, aber ohne das Empfindende und Vorstellende.

Ich kann mir das Nichtsein nicht vorstellen.

Das Seiende ist Empfindung und Vorstellung.
Das Nichtseiende wäre etwas, was nicht Empfindung und Vorstellung wäre.

Das Vorstellende kann sich nicht “nicht vorstellen,” wegvorstellen.

Das Vorstellende kann sich nicht als geworden denken, noch als vergehend.

Unmöglich auch die Entwicklung der Materie, bis zum Vorstellenden.

Denn es giebt gar nicht diesen Gegensatz von Materie und Vorstellung.

Die Materie selbst ist nur als Empfindung gegeben. Jeder Schluß hinter sie ist unerlaubt.

Die Empfindung und die Vorstellung ist die Ursache, daß wir an Gründe Stöße Körper glauben.

Wir können sie auf Bewegung und Zahlen zurückführen.

26 [12]

Bewegung in der Zeit
AB
Raumpunkt A wirkt auf Raumpunkt B und umgekehrt.
Dazu bedarf es einer Zeit, denn jede Wirkung hat einen Weg zurückzulegen.
Aufeinanderfolgende Zeitpunkte würden in einander fallen.
A trifft mit seiner Wirkung nicht mehr auf das B des ersten Momentes. Was heißt es nun: B existirt noch und ebenso A existirt noch, wenn sie sich treffen?
Das hieße vor, A ist unverändert dasselbe in dem und jenem Zeitpunkte. Dann aber ist A keine wirkende Kraft, denn die kann nicht mehr dieselbe sein; denn das hieße, sie hätte nicht gewirkt.
Nehmen wir das Wirkende in der Zeit, so ist das in jedem kleinsten Zeitmomente Wirkende ein Verschiedenes.
Das heißt: die Zeit beweist das absolute Nichtbeharren einer Kraft.
Alle Raumgesetze sind also zeitlos gedacht, das heißt müssen gleichzeitig und sofort sein.
Die ganze Welt in einem Schlage. Dann aber giebt es keine Bewegung.
Die Bewegung laborirt an dem Widerspruch, daß sie nach Raumgesetzen construirt und durch Annahme einer Zeit wieder diese Gesetze unmöglich macht: d. h. zugleich ist und nicht ist.
Hier ist durch die Annahme zu helfen, daß entweder Zeit oder Raum = 0 ist.
Nehme ich den Raum als unendlich klein, so werden alle Zwischenräume zwischen den Atomen unendlich klein, d. h. alle punktuellen Atome fallen zusammen in einen Punkt.
Da aber die Zeit unendlich theilbar ist, so ist die ganze Welt möglich rein als Zeitphänomen, weil ich jeden Zeitpunkt mit dem einen Raumpunkt besetzen kann, somit ihn unendliche Mal setzen kann. Man müßte sich somit als Wesen eines Körpers Zeitpunkte distinkt denken, d. h. den einen Punkt in bestimmten Zwischenräumen gesetzt. Zwischen jedem Zeitzwischenraum haben noch unendliche Zeitpunkte Platz: also könnte man sich eine ganze Körperwelt denken, alle aus einem Punkte bestritten, aber so, daß wir Körper in unterbrochene Zeitlinien auflösen.
Jetzt ist nur 
ein reproduzirendes Wesen nöthig, welches frühere Zeitmomente neben den gegenwärtigen hält. Darin sind unsere Körper imaginirt.
Es giebt dann kein Nebeneinander, als in der Vorstellung.
Alles Nebeneinander wäre erschlossen und vorgestellt. Die Gesetze des Raumes wären sämmtlich construirt und verbürgten nicht das Dasein des Raumes.
Die Zahl und die Art der Aufeinanderfolge jenes einen oft gesetzten Punktes macht dann den Körper aus.
Die Realität der Welt bestünde dann in einem verharrenden Punkte. Die Vielheit enstünde dadurch, daß es vorstellende Wesen gäbe, welche diesen Punkt in den kleinsten Zeitmomenten wiederholt dächten: Wesen, welche den Punkt auf verschiedenen Zeitpunkten als nicht identisch annehmen und jetzt diese Punkte gleichzeitig nehmen.
 
Übersetzung aller Bewegungsgesetze in Zeitproportionen.
Das Wesen der Empfindung bestünde darin, allmählich solche Zeitfiguren immer feiner zu empfinden und zu messen; die Vorstellung construirt sie als ein Nebeneinander und erklärt jetzt diesem Nebeneinander gemäß den Fortgang der Welt: reine Übertragung in eine andere Sprache, in die des Werdens.
Die Ordnung der Welt wäre die Regelmäßigkeit der Zeitfiguren: doch müßte man dann jedenfalls die Zeit mit einer constanten Kraft wirkend denken, nach Gesetzen, die wir uns nur aus dem Nebeneinander deuten können. Actio in distans temporis punctum.
An sich haben wir gar kein Mittel ein Zeitgesetz hinzustellen.
Wir hätten dann eine punktuelle Kraft, welche zu jedem späteren Zeitmomente ihrer Existenz eine Relation hätte, d. h. deren Kräfte in jenen Figuren und Relationen bestünden. In jedem kleinsten Moment müßte die Kraft verschieden sein: aber die Aufeinanderfolge wäre in irgendwelchen Proportionen und die vorhandene Welt bestünde in der Sichtbarwerdung dieser Kraft-Proportionen, d.h. Übersetzung ins Räumliche.
 
Gewöhnlich nimmt man in der atomistischen Physik in der Zeit unveränderliche Atom-Kräfte an, also im parmenideischen Sinne. Diese können aber nicht wirken.
Sondern nur absolut veränderliche Kräfte können wirken, solche die keinen Augenblick dieselben sind.
Alle Kräfte sind nur Funktion der Zeit.
 
1)Eine Wirkung von aufeinanderfolgenden Zeitmomenten ist unmöglich: denn zwei solche Zeitpunkte würden in einander fallen. Also ist jede Wirkung actio in distans, d. h. durch Springen.
2)Wie eine Wirkung dieser Art in distans möglich ist, wissen wir gar nicht.
3)Schnell, langsam usw. in der ganzen Art dieser Wirkung. D. h. die Kräfte, als Funktionen der Zeit, äußern sich in den Relationen naher oder ferner Zeitpunkte, nämlich schnell oder langsam. Die Kraft liegt im Grade der Beschleunigung. Die allerhöchste Beschleunigung läge in der Wirkung eines Zeitmomentes auf das nächste, d. h. es wäre dann = unendlich groß.
Je größer die Langsamkeit, um so größer die Zwischenräume der Zeit, um so größer das distans.
Also Relation entfernter Zeitpunkte ist Langsamkeit: alle Langsamkeit ist natürlich relativ.

Zeitlinie.

Real: ein Raumpunkt.

Relationen
seiner verschiedenen
Zeitlagen.

Wo bestehen
die Relationen.

Keine Bewegung in
der Zeit ist stetig.

Wir messen an etwas
Räumlichbleibendem
die Zeit und deshalb
setzen wir voraus,
daß zwischen
Zeitpunkt A und
Zeitpunkt B eine
stetige Zeit sei.
Die Zeit ist aber
gar kein continuum,
sondern es giebt nur
total verschiedene
Zeitpunkte, keine
Linie. Actio in distans.
Es ist nur von Zeitpunkten zu reden, nicht mehr von Zeit.
Der Zeitpunkt wirkt auf einen anderen Zeitpunkt, also dynamische Eigenschaften vorauszusetzen.
Zeitatomenlehre.
Es ist möglich,1)die vorhandene Welt auf punktuelle Raumatomistik zurückzuführen,
 2)diese wieder auf Zeitatomistik zurückzuführen,
 3)die Zeitatomistik fällt endlich zusammen mit einer Empfindungslehre. Der dynamische Zeitpunkt ist identisch mit dem Empfindungspunkt. Denn es giebt keine Gleichzeitigkeit der Empfindung.

26 [13]

Vielleicht hat Jeder einmal in seiner Jugend jenen leidenschaftlichen Moment erlebt, in dem er zu sich sagte: “Könntest Du doch deine ganze Vergangenheit auslöschen! Und du ständest, rein und unbeschrieben, im Angesicht der Natur, und wie der erste Mensch, um von nun an weiser und besser zu leben.” Es ist ein thörichter und schrecklicher Wunsch: denn sollte wirklich die ganze Vergangenheit des Wünschenden von der Tafel des Seins ausgelöscht werden, hieße dies nicht weniger als mit seinem ärmlichen Paar Lebensmonden auch zahllose frühere Geschlechter auszutilgen: deren Nachklang und Überrest nun einmal unsre Existenz ist, so gern sich das Individuum als etwas ganz Neues und Unerhörtes zu empfinden geneigt ist. Inder That giebt es kaum ein selbstsüchtigeres Verlangen, als ganze frühere Generationen noch a posteriori zu vernichten, weil irgend ein Späterer Grund hat, mit sich unzufrieden zu sein. Sollte aber wirklich Jemand, in der Leidenschaft, ausrufen: Fluch allen Generationen, denen mein Dasein

26 [14]

Wunderbar die Unbesorgtheit der Natur um die Kultur. Sie .hängt an zu wenig Individuen.

Bakunin, der im Haß gegen die Gegenwart, die Geschichte und die Vergangenheit vernichten will. Nun wäre um alle Vergangenheit zu tilgen freilich nöthig, die Menschen zu vertilgen: aber er will nur die bisherige Bildung, das ganze geistige Weiterleben, vernichten. Die neue Generation soll ihre neue Kultur finden:

Der Mensch ist nur der Kunst werth, die er selbst schafft.

Die Bildung überträgt sich nicht einfach durch die Generation. Sie ist viel gefährdeter: sie kann Jahrhunderte lang wirklich vernichtet werden.

Es ist möglich die Bildung zu vernichten.

Sie zu ruiniren ist sogar sehr leicht und das Werk weniger Menschen und Jahre.

Die Natur hat nicht solche Vorsichtsmaßregeln getroffen

Da die Bildung so wandelbar ist, so ist sie auch leicht zu verbessern.

26 [15]

über gute Handlanger 3 p. 59
Eckerm 3 p. 164 der griechische Stil.
3 p. 37 durch Zeitungen Halbkultur der Massen 3 p. 45 über Reformen ohne Gott
der Grad dessen, was ein Mensch leiden kann, bestimmt seine Tiefe und seinen Ernst, aber auch seine Freude.

26 [16]

Es ist jetzt durch die öffentliche Meinung fast verboten, von den schlimmen Folgen des Krieges, zumal eines siegreich beendeten Kriegs zu reden, weshalb die Schriftsteller, die außer jener Meinung keine Meinungen besitzen, um die Wette das Lob des Kriegs, überhaupt sein Verdienst um Kultur, Kunst und Sittlichkeit zu singen beflissen sind. Trotzdem sei es gesagt: von allen schlimmen Folgen, die der letzte mit Frankreich geführte Krieg im Gefolge hat, ist vielleicht die schlimmste eine schnell um sich greifende und jetzt fast allgemeine Täuschung, als ob die deutsche Kultur in jenem Kriege über eine fremde Kultur gesiegt habe und deshalb vor allem den Lorbeer verdiene, der einem so außerordentlichen Kriege gemäß sei. Einmal wäre immer, selbst angenommen daß jene Kulturen mit einander gekämpft hätten, der Maßstab für die siegende immer noch ein sehr relativer und unter Verhältnissen noch gar zu keinem Siegesjubel oder Selbstglorifikation berechtigend; denn es käme darauf an, was jene unterjochte Kultur werth gewesen wäre, vielleicht sehr wenig, in welchem Falle auch der Sieg, selbst bei pomphaftestem Waffenerfolge, für die siegende Kultur keine Aufforderung zum Triumph enthielte. Andrerseits ist in unsrem Falle davon gar nicht die Rede. Strenge Kriegszucht, wissenschaftliche Überlegenheit der Führer, Einheit und Gehorsam unter den Geführten, kurz wesentlich Elemente, die nichts mit der Kultur zu thun haben, haben gesiegt, und nur darüber kann man sich wundern, daß die Kultur so wenig hemmend in diese militärischen Erfordernisse dazwischengetreten ist: daß sie entweder so ohnmächtig war oder so zugehörig dienstfertig. Genug, daß nach dem Krieg die Sache anders erscheint und überall anders betrachtet wird. Die Kultur soll es sein, die gesiegt hat; alle Gewerbe, alle Wissenschaften feiern ihre Mitbetheiligung daran und selbst eine Versammlung von Philologen und Schulmännern läßt sich das populäre Thema nicht entgehen und feiert ihren Stand als den am Siege mit Betheiligten. Ich will gar nichts darüber sagen, in wie weit mit Recht. Nur scheint mir darin eine allgemeine Gefahr zu liegen, daß eine höchst zweideutige, unfertige, unnationale Kultur, eine wahre Verlegenheits-Cultur plötzlich den Triumphator-Mantel sich umlegt. Um Gottes Willen, seht euch um und nehmt euch in Acht. Noch ein solcher Sieg und das deutsche Reich besteht, aber das Deutsche selbst ist vernichtet! Ich habe schon jetzt kaum den Muth, irgend eine Eigenschaft als eine speziell deutsche zu reklamiren. Die deutsche Sitte, die deutsche Geselligkeit, die deutschen Verwaltungen und Vertretungen, alles hat einen ausländischen Beigeschmack und sieht aus wie eine Nachahmung ohne Talent, von der noch dazu vergessen ist, daß sie Nachahmung ist: überall Originalität aus Vergeßlichkeit. In dieser Noth halte ich mich an die deutsche Sprache, die wahrhaftig bis jetzt allein sich durchgerettet hat, durch all die Mischung von Nationalitäten und Wechsel der Zeiten und Sitten, und meine, daß ein metaphysischer Zauber, Einheiten aus Vielheiten, Einartiges aus Vielartigem zu gebären, in der Sprache liegen müsse. Eben deshalb müssen wir die strengsten Wächter über diese unificirende, unsre zukünftige Deutschheit verbürgende Sprache setzen. Unsere großen Autoren haben ein heiliges Amt, als Wächter dieser Sprache; und unsere deutsche Schule hat eine fruchtbare ernste Aufgabe, unter den Augen solcher Wächter zur deutschen Sprache zu erziehen. (Neue Eigenschaft der d Sprache: alles anzunehmen und nachzuahmen, europäisches Mosaik.)

Nun hat der Krieg die unselige Wirkung gehabt, daß auch die deutschen Schriftsteller sich glorificirt fanden und jetzt ein Zutrauen zu sich bekamen, als hätte schon die strengste Nachwelt ihnen die Unsterblichkeit zuerkannt. Kecklich wagte eine ganze Reihe von neuen Klassikern sich ans Licht: die Zeitschriften und europäischen Zeitungen trugen ihnen das Krönungsdiadem voran und das Ausland geräth bei der immer erneuten Versicherung, daß wir eine große Kultur und große Classiker besäßen, in staunende Verwirrung. Denken wir uns einen gebildeten Engländer, der mit unsren großen Deutschen sich vertraut gemacht hat und nun über den Kanal her immer von neuem es hören muß, daß wieder deutsche Classiker und Musterschriftsteller existiren, als die wahren Helfer und Ursachen so gewaltiger Kriege und Siege, und dadurch höher gestellt als jene älteren, denen am wenigsten kriegerische Kränze dargebracht worden sind. Unser Engländer liest z. B. davon, daß man sich in verbreiteten Zeitschriften darüber unterhält, ob David Strauß der größte Stilist der Gegenwart sei oder noch einer Anzahl von Seinesgleichen beisitze: und jetzt steigt sein Verlangen aufs Höchste, sich mit dieser modernen Klassicität bekannt zu machen und verlangt das Werk, das in einem Vierteljahr viermal, in starken Auflagen, zur Welt kam, “Der alte und der neue Glaube.”

Damit haben wir alles gesagt, was als Einleitung für den von nun an selbst redenden Engländer gesagt werden mußte: dieser liest, liest wieder, staunt, fragt, horcht, untersucht—und endlich ergreift er, in Verzweiflung, die Feder, um das ihn so Beängstigende in einem Briefe loszuwerden—er wendet sich eben direkt an David Strauß.

Erster Brief.

Ein Ausländer hat Einiges voraus, wenn er sich mit dem berühmten David Strauß in ein Gespräch über das einläßt, was Deutsch ist, zumal er

26 [17]

Wenn ein moderner Mensch wie Strauß an einem so großen Alten Fehler zu rügen hätte, so sollte es billig nicht anders geschehen, als auf den Knien, um mit Goethe zu reden, 3, p. 137.

26 [18]

Die plötzliche Bereicherung eines Volkes birgt dieselben Gefahren wie die plötzliche Überfüllung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen. Der Weg von der Einsicht zum Leben, vom Kennen zum Können, von der Kunde zur Kunst wird vergessen: ein luxuriöses Schwelgen im Wissen beginnt. Das ruhige Fortarbeiten derjenigen, welche die Kultur produziren, wird plötzlich durch die Erkenntnißstolzen überfluthet: niemand will die kleinen Wege mehr praktisch gehen, sondern beschränkt sich egoistisch ein Besserwissen zu haben. Und so wie man neuerdings fürchtet, daß die berühmten fünf Milliarden zum Fluch ausschlagen könnten, so scheint der Überschuß an Wissenschaftlichkeit ein Fluch für unsere Kultur zu werden.

26 [19]

Die Illusion des Kultursieges.
Der Kampf dagegen nöthig, Ausgang unwahrscheinlich durch jene Illusion.
Es fehlt das Gefühl daß es schlimm steht.

26 [20]

Über Lesen und Schreiben.

1. Das Viellesen.
2. Das Vielschreiben.
3. Der Stil.
4. Die Rede.

26 [21]

Griechisch und deutsch.

Kampf des Römischen und des Griechischen.

26 [22]

Stil. Autoren, welche zuerst schlecht schreiben und nachher formen und künsteln.
Autoren, welche nur schlecht schreiben.
Die Herablassung der populären Schriftstellerei.

26 [23]

Geburt der Tragödie.
Die Philosophen des tragischen Zeitalters.
Die Zukunft unserer Bildungsanstalten.
Über Lesen und Schreiben.
Der Wettkampf.
Rhythmus.
Griechisch und Deutsch.
Bayreuther Horizont-Betrachtungen.

26 [24]

Gegen David Strauss.
 
Er ist einheitlich.
Der Stilist.
Die Kunstanschauung.
Die Lebensbetrachtung.
Die philiströse Impotenz dieser Bildung. Resignation und erkünstelte Heiterkeit.
Gefühllos für das Deutsche.
Von
Pacific Nil.
 

7, 26[1-24] Frühjahr 1873

26 [1]

Thales. Paracelsus. Position in Homer's allegories.
Water in the new chemistry. Lavoisier.
Clouds ice.
Anaximenes air (Paracelsus).
Anaximander. Becoming as a sign of transience. Not the infinitum, but the indefinite.
The cause of the world of becoming? (Emanation theory, Spir.)
Heraclit. Becoming as creation, p.347 and earlier Kopp.
Prerequisite of two elements for every becoming.
Anaxagoras. Circular motion. Dynamic theory, penetration of matter, p.324. Many substances.
Are no longer creating as extraction.
Penetration to points.
Empedocles. Attraction, repulsion. Affinity. Actio in distans. Four elements. Two electricities, p. 340 Kopp. Love and hate—sensation as cause of motion. Boerhave, p. 310 Kopp.
Democrit. Atoms uniform. Buffon against Newton, p. 311.
Multiform, Gassendi.
Pythagoreans. 367 Kopp. The sleeping traveler in the ship.Überweg, III 53.
Continuation of atomism, all mechanics of motion is ultimately a description of ideas.
Contact. Action at a distance.
Parmenides. Bernardinus Telesius.
Contributions to the history of physiology by Rixner and Siber III.
Definition of substance in Descartes, see Überweg, III 52.
Mutual interaction with complete difference of the body. III 53.
Fundamental doctrine of the principle of contradiction, Überweg, III 81.
Quidquid est, est: quidquid non est, non est.

26 [2]

Imitation of Nature.

“The wisest man is an ape compared to God.” Heraclit.

Oedipus the “woe-man” solves the human riddle.

26 [3]

The Eleatics saw the sky as black, like the inhabitants of the moon.

26 [4]

Cardanus divides people into

1) purely deceived
2) deceived deceivers
3) non-deceived non-deceivers.

26 [5]

DemocritusSennerti physica Viteb 1618
Magneni Democritus reviviscens Ticini 1646
Empedocles—Maignani cursus philosoph 1652 und 1673.

26 [6]

The dark ocean of metaphysics.

26 [7]

Thomas Campanella says that space is animated, for it shuns emptiness and yearns for fulfillment.

26 [8]

It is like in a picture gallery, to see a series of philosophers one after another: they are not at home in the house into which we have rented them for comparison; they therefore often appear so arbitrary and like a luxury, like products of characterless universal artists. The task, on the other hand, should be to tell only how they themselves tell of their predecessors and how they touch upon them, that is, the struggle among themselves.

26 [9]

I want to describe a series of great philosophers and hope thereby to make the nature of the philosopher himself clearer: even if I do it in a somewhat unphilosophical way, since I hold to the effects of the philosopher. But I cannot speak more directly of their nature, for the pure drive for truth is so alien and inexplicable in this world that I may hope, if I show what it is useful for, to have shown at least something. If it should not exist for the sake of this usefulness, it is still good to see that, once it exists, it can also be useful: while by its nature it is so alien and inhuman that one might believe it is not only useless but also harmful. For that drive stands in contradiction to what mostly makes people happy.

26 [10]

There are only philosophers, i.e. friends of truth
or enemies of truth
or skeptics.

26 [11]

I have nothing but sensation and imagination.

Therefore, I cannot think of these as having arisen from the contents of imagination.

All those cosmogonies etc. are inferred from sensory data.

We cannot conceive of anything that is not sensation and imagination.

Thus, neither pure time, space, nor world exists without the sensing and imagining.

I cannot imagine non-being.

The being is sensation and imagination.
The non-being would be something that is not sensation and imagination.

The representing cannot "not represent," represent away.

The representing cannot think of itself as having become, nor as passing away.

Impossible also the development of matter up to the representing.

For there is not at all this opposition of matter and representation.

Matter itself is given only as sensation. Every conclusion behind it is impermissible.

The sensation and the representation is the cause that we believe in reasons impacts bodies.

We can reduce them to movement and numbers.

26 [12]

Movement in time
AB
Spatial point A acts on spatial point B and vice versa.
This requires time, for every effect has a path to travel.
Successive points in time would collapse into one another.
A no longer meets B in its effect as in the first moment. What does it mean now: B still exists and likewise A still exists when they meet?
This would mean that A is unchanged the same in this and that moment. But then A is not an active force, for it cannot remain the same; for that would mean it had not acted.
If we consider the active in time, then what is active in every smallest moment of time is different.
That is: time proves the absolute non-persistence of a force.
All spatial laws are therefore thought of as timeless, that is, they must be simultaneous and immediate.
The whole world in one stroke.Then there is no movement.
The movement suffers from the contradiction that it is constructed according to spatial laws and, by assuming a time, makes these laws impossible again: i.e., it both is and is not at the same time.
This can be resolved by assuming that either time or space = 0.
If I take space as infinitely small, all the gaps between the atoms become infinitely small, i.e., all punctual atoms collapse into a single point.
But since time is infinitely divisible, the entire world is possible purely as a temporal phenomenon, because I can occupy every moment in time with the one spatial point, thus setting it infinitely many times. One would thus have to conceive of the being of a body as distinct time points, i.e.,the one point at certain intervals. Between each time interval, there is still room for infinite points in time: thus one could imagine an entire world of bodies, all derived from a single point, but in such a way that we resolve bodies into interrupted timelines.
Now there is only 
a reproducing being is necessary, which holds earlier moments of time alongside the present ones. Our bodies are imagined therein.
There is then no side-by-side except in representation.
All side-by-side would be inferred and represented. The laws of space would all be constructed and would not guarantee the existence of space.
The number and the manner of succession of that one often posited point then constitute the body.
The reality of the world would then consist in a persisting point.Plurality would arise because there are representational beings who repeatedly think this point in the smallest moments of time: beings who assume the point at different times as non-identical and now take these points simultaneously.
 
Translation of all laws of motion into time proportions.
The essence of sensation would consist in gradually perceiving and measuring such time figures more finely; representation constructs them as a simultaneity and now explains the progression of the world according to this simultaneity: pure translation into another language, that of becoming.
The order of the world would be the regularity of time figures: yet one would then have to conceive of time as acting with a constant force, according to laws that we can only interpret from the side-by-side. Actio in distans temporis punctum.
In itself, we have no means at all to establish a law of time.
We would then have a punctual force which, at every later moment of its existence, would have a relation, i.e., whose forces would consist in those figures and relations. In every smallest moment, the force would have to be different: but the sequence would be in some proportions, and the existing world would consist in the becoming visible of these force proportions, i.e., translation into the spatial.
 
In atomic physics, one usually assumes atomic forces that are in time unchanging, thus in the Parmenidean sense. However, these cannot act.
Rather, only absolutely changeable forces can act, those that are not the same for even a moment.
All forces are merely a function of time.
 
1)An effect from successive moments in time is impossible: for two such moments would collapse into one another. Thus, every effect is actio in distans, i.e., through jumping.
2)How an effect of this kind is possible at a distance, we do not know at all.
3)Fast, slow, etc., in the entire manner of this effect. That is, the forces, as functions of time, manifest themselves in the relations of near or distant points in time, namely fast or slow. The force lies in the degree of acceleration. The highest acceleration would lie in the effect of one moment in time on the next, i.e., it would then be = infinitely large.
The greater the slowness, the greater the intervals of time, the greater the distance.
Thus, the relation of distant points in time is slowness: all slowness is naturally relative.

Timeline.

Real: a spatial point.

Relations
of its different
time positions.

Where do the
relations exist.

No movement in
time is continuous.

We measure time
by something
spatially remaining
and therefore
we assume
that between
time point A and
time point B there is
a continuous time.
But time is not
a continuum at all,
rather there are only
totally different
time points, no
line. Action at a distance.
We can only speak of moments, no longer of time.
One moment acts upon another moment, thus presupposing dynamic properties.
Theory of time atoms.
It is possible,1)to reduce the existing world to punctual spatial atomism,
 2)to trace these back to time atomism,
 3)time atomism ultimately coincides with a theory of sensation. The dynamic moment is identical with the point of sensation. For there is no simultaneity of sensation.

26 [13]

Perhaps everyone has once in their youth experienced that passionate moment when they said to themselves: “If only you could erase your entire past! And you would stand, pure and unwritten, in the face of nature, and like the first human, to live from now on more wisely and better.” It is a foolish and terrible wish: for if the entire past of the wisher were truly erased from the tablet of existence, it would mean nothing less than with his meagerPaar Lebensmonden auch zahllose frühere Geschlechter auszutilgen: deren Nachklang und Überrest nun einmal unsre Existenz ist, so gern sich das Individuum als etwas ganz Neues und Unerhörtes zu empfinden geneigt ist. Inder That giebt es kaum ein selbstsüchtigeres Verlangen, als ganze frühere Generationen noch a posteriori zu vernichten, weil irgend ein Späterer Grund hat, mit sich unzufrieden zu sein. Sollte aber wirklich Jemand, in der Leidenschaft, ausrufen: Fluch allen Generationen, denen mein Dasein

26 [14]

Wonderful the carefreeness of nature towards culture. It depends on too few individuals.

Bakunin, who in his hatred against the present wants to destroy history and the past. Now, to erase all the past, it would indeed be necessary to exterminate people: but he only wants to destroy the previous education, the entire intellectual continuation. The new generation should find its new culture:

Man is only worth the art he creates himself.

Education is not simply passed down through generations. It is much more vulnerable: it can truly be destroyed for centuries.

It is possible to destroy education.

It is even very easy to ruin it, and the work of few people and years.

Nature has not taken such precautions

Since education is so changeable, it is also easy to improve.

26 [15]

about good handymen 3 p. 59
Eckerm 3 p. 164 the Greek style.
3 p. 37 through newspapers half-culture of the masses 3 p. 45 about reforms without God
the degree of what a person can endure determines their depth and seriousness, but also their joy.

26 [16]

It is now almost forbidden by public opinion to speak of the terrible consequences of war, especially of a war that has been successfully concluded, which is why writers, who possess no opinions other than that opinion, are eager to compete in singing the praises of war, its merits for culture, art, and morality. Nevertheless, let it be said: of all the terrible consequences that the last war with France has brought in its wake, perhaps the worst is a rapidly spreading and now almost universal delusion, as if German culture had triumphed over a foreign culture in that war and therefore above all deserves the laurel that is appropriate to such an extraordinary war.

Once it would always be, even assuming that those cultures had fought with each other, the standard for the victorious one would still be very relative and under circumstances not even entitled to any victory jubilation or self-glorification; for it would depend on what that subjugated culture had been worth, perhaps very little, in which case the victory, even with the most pompous military success, would contain no invitation to triumph for the victorious culture. On the other hand, in our case, there is no question of that at all.Strict military discipline, scientific superiority of the leaders, unity and obedience among the led—in short, essentially elements that have nothing to do with culture—have triumphed, and one can only marvel that culture interfered so little in these military necessities: that it was either so powerless or so subserviently compliant. Enough that after the war, the matter appears different and is viewed differently everywhere. It is said that culture has triumphed; all trades, all sciences celebrate their participation in it, and even an assembly of philologists and educators does not let the popular theme slip by, celebrating their profession as having contributed to the victory. I will say nothing at all about how justified this may be.The only danger I see in this is that a highly ambiguous, unfinished, unnational culture, a true makeshift culture, suddenly dons the victor's mantle. For God's sake, look around and beware. One more such victory and the German Empire will exist, but the German spirit itself will be destroyed! Even now, I barely have the courage to claim any trait as specifically German. German customs, German sociability, German administrations and representations—everything has a foreign aftertaste and looks like a talentless imitation that has also forgotten it is an imitation: originality born of forgetfulness everywhere.In this distress, I cling to the German language, which has truly survived alone thus far, through all the mixing of nationalities and the changes of times and customs, and I believe that a metaphysical magic, to give birth to unities from multiplicities, to the uniform from the diverse, must lie in the language. For this very reason, we must set the strictest guardians over this unifying language, which guarantees our future German identity. Our great authors have a sacred duty as guardians of this language; and our German schools have a fruitful, serious task: to educate in the German language under the eyes of such guardians. (New property of the German language: to accept and imitate everything, European mosaic.)

Now the war has had the unfortunate effect that even German writers found themselves glorified and now gained confidence in themselves, as if the strictest posterity had already granted them immortality. Boldly, a whole series of new classics dared to come into the light: the magazines and European newspapers carried the coronation diadem before them, and abroad falls into astonished confusion at the ever-renewed assurance that we possess a great culture and great classics.Let us imagine an educated Englishman who has familiarized himself with our great Germans and now, crossing the Channel time and again, must hear that new German classics and model writers exist, as the true helpers and causes of such mighty wars and victories, and thereby placed higher than those older ones, to whom the least martial wreaths have been offered. Our Englishman reads, for example, that in widely circulated journals it is discussed whether David Strauss is the greatest stylist of the present or still has a number of his equals: and now his desire rises to the highest, to become acquainted with this modern classicism and demands the work that came into the world four times in a quarter-year, in strong editions, “The Old and the New Faith.”

With that, we have said everything that needed to be said as an introduction for the Englishman who will now speak for himself: he reads, reads again, marvels, asks, listens, examines—and finally, in despair, he takes up his pen to rid himself of what so terrifies him in a letter—he turns directly to David Strauß.

First Letter.

A foreigner has certain advantages when he engages in conversation with the famous David Strauß about what is German, especially since he

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If a modern person like Strauß were to criticize such a great ancient error, it should rightly not happen any other way than on one's knees, to quote Goethe, 3, p. 137.

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The sudden enrichment of a people harbors the same dangers as the sudden overabundance of scientific knowledge. The path from insight to life, from knowing to doing, from knowledge to art is forgotten: a luxurious indulgence in knowledge begins. The steady progress of those who produce culture is suddenly overwhelmed by the knowledge-proud: no one wants to practically walk the small paths anymore, but instead selfishly confines themselves to having superior knowledge. And just as one recently fears that the famous five billion could turn into a curse, the excess of scientificity seems to become a curse for our culture.

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The illusion of cultural victory.
The struggle against it is necessary, but the outcome is unlikely due to that illusion.
There is a lack of awareness that the situation is dire.

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On Reading and Writing.

1. Reading a Lot.
2. Writing a Lot.
3. Style.
4. Speech.

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Greek and German.

Struggle of the Roman and the Greek.

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Style. Authors who first write poorly and then shape and contrive.
Authors who only write poorly.
The condescension of popular writing.

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Birth of Tragedy.
The Philosophers of the Tragic Age.
The Future of Our Educational Institutions.
On Reading and Writing.
The Contest.
Rhythm.
Greek and German.
Bayreuth Horizon Considerations.

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Against David Strauss.
 
He is consistent.
The stylist.
The artistic perspective.
The view of life.
The philistine impotence of this education. Resignation and artificial cheerfulness.
Insensitive to the German.
By
Pacific Nil.
 
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